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Otoplastiken

Damit Hörgeräte ihre volle Leistung bringen, müssen sie zuverlässig sitzen. Das Ohrpass-Stück, die so genannte Otoplastik, ist sozusagen die Verbindung zwischen Mensch und Hörtechnik. - Sie bildet zum einen das Gehäuse eines Im-Ohr-Hörsystems. Otoplastik nennt man darüber hinaus aber auch das Pass-Stück, das den Schallschlauch eines Hinter-dem-Ohr-Gerätes im Ohr hält.

Otoplastiken sind Maßanfertigungen. Sie müssen komfortabel sein. Und sie müssen ähnlich exakt passen wie z. B. ein hochwertiges Zahn-Inlay.

Zur Herstellung einer Im-Ohr-Otoplastik sind folgende Schritte erforderlich:

  1. Eine Ohrabformung wird angefertigt. Mit einer speziellen Spritze gibt der HörExperte flüssigen Kunststoff in Gehörgang und Ohrmuschel. Nach wenigen Minuten ist der Kunststoff gehärtet und kann problemlos entfernt werden.
  2. Der so entstandene Abdruck wird mit einem 3D-Scanner eingescannt. Dann kann das dreidimensionale Computerbild bearbeitet werden. - Nicht benötigtes Material wird entfernt. Das Gehäuse wird genau so geplant, dass die gesamte Technik darin Platz findet.
  3. Die optimale virtuelle Otoplastik wird nun in eine reale verwandelt. Mit einem speziellen 3D-Drucker wird die Hörgeräte-Schale erzeugt. In die Schale wird anschließend die Hörgeräte-Technik eingebaut.
  4. Nun kann das fertige Im-Ohr-Gerät von seinem zukünftigen Träger ausprobiert werden. Bei Bedarf können die Schalen auch noch geschliffen und poliert werden, bis ihr Träger rundum zufrieden ist.